Fukushima heute: Leben im Katastrophengebiet | Quarks
Summary
TLDRDas Video beleuchtet die Situation in der Region Fukushima zehn Jahre nach der Atomkatastrophe. Trotz äußerlicher Normalität bleibt die Strahlenbelastung ein großes Problem. Ein Team von Quarks reist in die Region und dokumentiert, wie Menschen, die damals fliehen mussten, heute leben und wie die Landwirtschaft sich langsam erholt. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Dekontamination der Umgebung und der Bergung der Brennelemente im Kraftwerk, die noch Jahrzehnte dauern wird. Die gesundheitlichen Folgen der Strahlenbelastung und der Evakuierung sind ebenfalls ein zentrales Thema.
Takeaways
- 💥 Am 11. März 2011 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 9,0 das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi und führte zu einer beispiellosen Nuklearkatastrophe.
- 🌊 Nach dem Erdbeben folgte ein Tsunami, der die Dieseltanks für die Notstromversorgung wegriss und die Reaktorkühlung unterbrach, was zu einer Kernschmelze führte.
- 🧪 Die radioaktiven Partikel, die freigesetzt wurden, kontaminierten die Umgebung, wobei insbesondere radioaktives Jod und Cäsium gefährlich waren.
- 🏡 Über 100.000 Menschen wurden aus der Region evakuiert, viele flohen unter chaotischen Bedingungen und mussten durch stark verstrahlte Gebiete fahren.
- 🚜 Bauern wie Yoshiyuki mussten fliehen, doch später gelang es einer Bürgerinitiative, kontaminierte Felder zu reinigen und die Landwirtschaft in einigen Bereichen wieder aufzunehmen.
- 🔋 Ingenieure improvisierten, indem sie Autobatterien an den Kontrollraum anschlossen, um wichtige Messwerte zur Kühlwassermenge zu erhalten, aber diese waren fehlerhaft, während die Kernschmelze bereits im Gange war.
- 🏗️ Jahrzehnte nach der Katastrophe dauern die Aufräumarbeiten an, wobei immense Mengen radioaktiven Wassers täglich abgezapft und in Tanks gelagert werden müssen.
- 🌱 Trotz der Dekontaminierungsmaßnahmen bleibt in vielen Teilen der Region die Radioaktivität weiterhin über dem Grenzwert, und die Landwirtschaft wird regelmäßig auf Strahlenwerte überprüft.
- 🔬 Die gesundheitlichen Folgen der Strahlung sind schwer messbar, aber die Umsiedlung hat bei den betroffenen Menschen zu stark erhöhtem Diabetesrisiko und psychischen Belastungen geführt.
- ⏳ Die Rückkehr zur Normalität in der Region ist ein langwieriger Prozess, und einige Gebiete werden für Jahrzehnte unbewohnbar bleiben.
Q & A
Was war der Ausgangspunkt der Katastrophe in Fukushima am 11. März 2011?
-Die Katastrophe begann mit einem Erdbeben der Stärke 9,0 um 14:47 Uhr, gefolgt von einem Tsunami, der schwere Schäden verursachte und zu einem nuklearen Unglück im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi führte.
Wie kam es zu der ersten Explosion im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi?
-Nach dem Tsunami fiel die Notstromversorgung aus, die für die Kühlung der Reaktoren notwendig war. Die Reaktoren überhitzten, das Kühlwasser verdampfte, und schließlich kam es um 15:25 Uhr in Block 1 zu einer Explosion.
Wie wurde die Region um Fukushima nach der Katastrophe von radioaktiver Strahlung betroffen?
-Radioaktive Partikel wie Jod und Cäsium wurden freigesetzt, und die Strahlung wurde hauptsächlich aufs Meer hinausgetragen. An Tag 4 drehte der Wind jedoch aufs Festland, und große Mengen Radioaktivität erreichten Orte wie Minamisoma, was zu Evakuierungen führte.
Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um die Brennelemente in Fukushima Daiichi zu sichern?
-Das Militär versuchte, von oben Wasser nachzufüllen, um die Brennelemente zu kühlen. Eine spezielle Betonpumpe aus Deutschland half schließlich dabei, ausreichend Wasser nachzufüllen und den Block 4 zu sichern.
Welche Rolle spielte die Windrichtung während der Katastrophe für die betroffenen Landwirte?
-Die Windrichtung war entscheidend für das Ausmaß der Verstrahlung. Der Landwirt Yoshiyuki beobachtete die Windrichtung und ahnte, dass sie über die Zukunft der Region entscheiden würde.
Wie lange wird die radioaktive Belastung in der Region Fukushima bestehen bleiben?
-Teile der Region bleiben für Jahrzehnte gesperrt, da die radioaktive Belastung sehr hoch ist. Besonders gefährlich ist das Cäsium, das sich in Muskelgewebe ablagert und langfristige Schäden verursachen kann.
Welche gesundheitlichen Folgen hat die radioaktive Strahlung auf die Bevölkerung von Fukushima?
-Es gibt keine genauen Daten über Krebstote durch die Strahlung, da andere Faktoren wie natürliche Hintergrundstrahlung und medizinische Strahlenbelastung überlagern. Deutlich sind jedoch die gesundheitlichen Folgen der Evakuierung, wie eine erhöhte Sterblichkeit und ein erhöhtes Risiko für Diabetes.
Wie wurde die Landwirtschaft in der Region nach der Katastrophe wieder aufgebaut?
-Landwirte testeten verschiedene Anbauprodukte, wie Raps, und stellten fest, dass das produzierte Rapsöl keine nachweisbare Strahlung enthielt. Die Bauern konnten so mit Hilfe von Spenden die Landwirtschaft wiederaufnehmen und verkaufen heute ihr Rapsöl in der Region.
Welche Schwierigkeiten gibt es beim Abtragen der geschmolzenen Brennelemente in Fukushima?
-Die geschmolzenen Brennelemente sind wie Lava in die Keller der Reaktorgebäude geflossen. Aufgrund der extremen Strahlung und der fehlenden Technologie gibt es bisher keinen konkreten Plan, diese Brennelemente sicher zu bergen.
Wie wird mit dem radioaktiven Wasser umgegangen, das sich in Fukushima angesammelt hat?
-Jeden Tag werden 180 Kubikmeter radioaktives Kühlwasser abgepumpt und in riesigen Tanks gespeichert. Dieses Wasser wurde gefiltert, enthält jedoch immer noch Tritium, ein radioaktives Wasserstoffisotop. Die japanische Regierung plant, dieses Wasser verdünnt ins Meer einzuleiten.
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