Economist warns Modern Monetary Theory is dangerous

ReasonTV
8 Sept 202421:27

Summary

TLDRDas Video behandelt die Debatte über die Moderne Monetäre Theorie (MMT), wobei Stephanie Kelton die Ansicht vertritt, dass Regierungen mit Fiat-Währungen unbegrenzt Geld ausgeben können, solange die Inflation kontrolliert wird. Sie argumentiert, dass die einzige Grenze für Staatsausgaben die Inflation ist, nicht die Verfügbarkeit von Geld. Bob widerspricht und warnt vor den Risiken einer unkontrollierten Staatsausgabenpolitik, die zu Inflation und wirtschaftlicher Instabilität führen könnte. Der Diskurs beleuchtet die Spannungen zwischen den Möglichkeiten staatlicher Interventionen und den Gefahren der Verzerrung von Marktmechanismen.

Takeaways

  • 😀 Die Modern Monetary Theory (MMT) besagt, dass Regierungsausgaben nicht durch Steuereinnahmen gedeckt sein müssen, sondern durch die Fähigkeit des Staates, eigenes Geld zu drucken.
  • 😀 Laut Stephanie Kelton ist die einzige echte Begrenzung für staatliche Ausgaben die Inflation, nicht das Defizit oder die Verschuldung.
  • 😀 Die MMT sieht Haushaltsdefizite nicht als Problem, sondern als Mittel zur Schaffung von Wohlstand im privaten Sektor.
  • 😀 Kritiker der MMT, wie der Sprecher im Transkript, argumentieren, dass das Drucken von Geld ohne Rücksicht auf Inflation zu einer gefährlichen Hyperinflation führen könnte.
  • 😀 Die MMT geht davon aus, dass Inflation nur dann entsteht, wenn die Produktionskapazitäten der Wirtschaft voll ausgeschöpft sind. In einem Rezessionsszenario sind zusätzliche Ausgaben unproblematisch.
  • 😀 Der Markt sollte laut MMT nicht in seiner Funktionsweise durch Regierungseinmischung gestört werden, sondern stattdessen mit einer geeigneten Steuerung durch staatliche Ausgaben unterstützt werden.
  • 😀 Die Regierung kann, solange genügend ungenutzte Ressourcen vorhanden sind, auch in Zeiten der Rezession zusätzliche Mittel ausgeben, ohne dass dies zu einem sofortigen Inflationsdruck führt.
  • 😀 Laut Kritikern könnte eine zu starke staatliche Steuerung der Wirtschaft in ineffizienter Zentralplanung enden, die nicht mit den natürlichen Marktmechanismen kompatibel ist.
  • 😀 In der österreichischen Wirtschaftslehre wird argumentiert, dass Märkte sich selbst korrigieren sollten, anstatt dass der Staat zusätzliche Jobs oder Programme zur Stabilisierung bereitstellt.
  • 😀 Das Vertrauen in die Selbstregulierung des Marktes steht im Gegensatz zur Ansicht der MMT, dass die Regierung die Verantwortung übernehmen sollte, um Vollbeschäftigung und wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten.

Q & A

  • Was ist die Hauptidee hinter der Modernen Monetären Theorie (MMT)?

    -Die Hauptidee der MMT ist, dass Staaten mit eigener Währung niemals pleitegehen können, da sie ihre Währung jederzeit selbst drucken können. Der Fokus liegt darauf, dass Staatsdefizite nicht problematisch sind, solange die Inflation kontrolliert wird. Die echte Grenze für Staatsausgaben ist die Verfügbarkeit von Ressourcen in der Wirtschaft, nicht die Höhe des Defizits.

  • Warum wird der Begriff 'Defizit' laut Stephanie Kelton oft negativ betrachtet und was schlägt sie stattdessen vor?

    -Stephanie Kelton schlägt vor, dass Defizite nicht negativ betrachtet werden sollten, da sie in Wirklichkeit eine positive Auswirkung auf die Wirtschaft haben können. Wenn die Regierung mehr ausgibt als sie einnimmt, wird dies zu einem finanziellen Überschuss für andere Teile der Wirtschaft. Sie fordert eine Neubewertung der Rolle von Defiziten in der Wirtschaft.

  • Was ist der Unterschied zwischen dem MMT-Ansatz und traditionellen Wirtschaftsansichten über Staatsschulden?

    -Traditionelle Wirtschaftsansichten, wie die der ökonomischen Konservativen, betrachten hohe Staatsverschuldung oft als gefährlich, da sie mit einer finanziellen Belastung verbunden ist, die durch Steuern oder Schuldentilgung gedeckt werden muss. Im Gegensatz dazu betont MMT, dass ein Land mit eigener Währung niemals pleitegehen kann und die Schulden des Staates nicht als ein Nullsummenspiel für die private Wirtschaft betrachtet werden sollten.

  • Was ist die zentrale Kritik von Bob an der MMT, insbesondere in Bezug auf die Steuerung der Wirtschaft durch die Regierung?

    -Bob kritisiert, dass MMT den Staat als allwissenden Akteur sieht, der durch die Schaffung von Geld die Wirtschaft steuern kann. Er argumentiert, dass die freie Marktwirtschaft durch Preis- und Marktmechanismen besser in der Lage ist, Ressourcen effizient zu verteilen, und dass zu viel staatliche Intervention zu Verzerrungen führt.

  • Warum sieht Bob MMT als problematisch in Bezug auf die langfristige Inflation?

    -Bob sieht MMT als potenziell inflationär, weil sie davon ausgeht, dass die Regierung durch die Schaffung von Geld einfach die Wirtschaft ankurbeln kann, ohne die Inflation zu kontrollieren. Dies könnte zu einer unkontrollierten Preissteigerung führen, besonders wenn die Wirtschaft an ihre Kapazitätsgrenzen stößt.

  • Was meint Stephanie Kelton mit der Aussage, dass das Hauptproblem bei Staatsausgaben nicht das Geld ist, sondern die Verfügbarkeit von Ressourcen?

    -Kelton argumentiert, dass der einzige echte limitierende Faktor für staatliche Ausgaben die Verfügbarkeit von Ressourcen ist. Wenn es ausreichend Arbeitskräfte, Materialien und Kapital gibt, kann der Staat weitere Ausgaben tätigen, ohne Inflation zu verursachen. Die wirkliche Einschränkung ist, ob die Ressourcen der Wirtschaft für zusätzliche Projekte zur Verfügung stehen.

  • Welche Rolle spielt Inflation in der MMT-Theorie und wie wird sie gesteuert?

    -Laut MMT ist Inflation die wichtigste Grenze für staatliche Ausgaben. Die Regierung kann Geld ausgeben, solange die Wirtschaft nicht an ihre Kapazitätsgrenzen stößt. Wenn jedoch Vollbeschäftigung erreicht wird und die Nachfrage das Angebot übersteigt, kann dies zu Inflation führen. In diesem Fall wird empfohlen, die Ausgaben zu steuern und möglicherweise durch Steuern die Nachfrage zu dämpfen.

  • Warum spricht Bob von einem 'Shell-Game' in Bezug auf die Finanzierungsmechanismen des Staates?

    -Bob verwendet den Begriff 'Shell-Game' (ein Trickspiel), um zu verdeutlichen, dass MMT-Anhänger oft vereinfacht darlegen, wie der Staat durch die Schaffung von Geld die Wirtschaft steuern kann. Er betont, dass es in der Praxis eine komplexe Interaktion zwischen Staatsverschuldung, Zinssätzen und der Geldpolitik der Zentralbanken gibt, die nicht so direkt und einfach ist, wie es von MMT-Verfechtern dargestellt wird.

  • Welche Ansicht vertreten die Anhänger der österreichischen Wirtschaftsschule in Bezug auf staatliche Interventionen und Arbeitsmarktpolitik?

    -Anhänger der österreichischen Wirtschaftsschule argumentieren, dass der Markt, durch Preismechanismen und Wettbewerb, am besten in der Lage ist, Arbeitslosigkeit und Ressourcenallokation zu steuern. Sie lehnen staatliche Eingriffe ab und glauben, dass die Schaffung von Arbeitsplätzen durch den Staat zu Fehlallokationen führt und die langfristige Effizienz der Wirtschaft verringert.

  • Was ist der Hauptunterschied zwischen der MMT- und der österreichischen Sichtweise auf den Zusammenhang zwischen Staatsausgaben und Inflation?

    -Die MMT sieht Staatsausgaben als potenziellen Anreiz für das Wirtschaftswachstum, solange die Inflation kontrolliert wird. Die österreichische Schule hingegen betrachtet Staatsausgaben als eine der Hauptursachen für Inflation, da sie das Angebot von Geld in die Wirtschaft erhöhen, ohne echte Wertschöpfung oder Produktivitätssteigerungen zu fördern. Sie glauben, dass eine solche Politik die natürlichen Marktmechanismen verzerrt.

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