Farbtheorie: Das Gegenfarbmodell von E. Hering
Summary
TLDRIn diesem Video stellt der Sprecher das sogenannte Gegenfarbmodell von Ewald Hering vor, das auf der psychologischen Wahrnehmung von Farben basiert. Hering erkannte, dass Farben wie Rot und Grün oder Blau und Gelb sich gegenseitig ausschließen und entwickelte eine Theorie, die diese Wahrnehmung erklärt. Die Theorie wurde durch Experimente und neurophysiologische Studien unterstützt und bildet heute die Grundlage moderner Farbsysteme wie das Natural Color System (NCS). Das Video erklärt, wie man Farben anhand von Helligkeit und Buntheit genauer beschreiben kann und betont, dass jeder Mensch ein eigenes Farbsystem im Kopf trägt.
Takeaways
- 😀 Farben sind eine psychologische Erscheinung, die nur in unserer Wahrnehmung existieren und nicht vollständig durch physikalische Gesetze erklärt werden können.
- 😀 Hering entwickelte die Gegenfarbtheorie 1874, basierend auf der menschlichen Wahrnehmung, nicht auf physikalischen Modellen.
- 😀 Laut Hering können wir uns bestimmte Farbkombinationen wie gelbliches Blau oder rötliches Grün nicht vorstellen, da sie sich gegenseitig ausschließen.
- 😀 Die Gegenfarben, die Hering identifizierte, sind Blau-Gelb, Rot-Grün und Schwarz-Weiß, die alle anderen Farbtöne als Mischungen dieser erzeugen.
- 😀 Ein Experiment von Hering zeigt das Phänomen der Nachbilder, das den sukzessiven Kontrast erklärt – die Wahrnehmung der Gegenfarbe nach einem Farbreiz.
- 😀 Hering erklärte das Nachbild-Phänomen mit der Annahme, dass unser Sehsinn immer ein Gleichgewicht zwischen Farbreizen anstrebt.
- 😀 Die Gegenfarbtheorie wurde durch neurophysiologische Untersuchungen seit 1966 bestätigt und ist heute Grundlage vieler moderner Farbmodelle.
- 😀 Heute gehen Wissenschaftler davon aus, dass es vier grundlegende Farbempfindungen gibt: Rot, Grün, Gelb und Blau.
- 😀 Das Natural Color System (NCS) und der Lab-Farbraum basieren teilweise auf der Gegenfarbtheorie von Hering.
- 😀 Hering stellte fest, dass jeder Mensch ein eigenes, natürliches Farbsystem im Kopf hat und keine Farbtheorie auswendig lernen muss, da man auf die eigene Wahrnehmung zurückgreifen kann.
Q & A
Was ist die Gegenfarbtheorie von Ewald Hering?
-Die Gegenfarbtheorie von Ewald Hering besagt, dass es in der menschlichen Wahrnehmung vier Grundfarben gibt: Rot, Grün, Blau und Gelb. Diese Farben entstehen durch gegensätzliche Prozesse in der Netzhaut des Auges, die jeweils zwei Gegenfarben erzeugen (Blau-Gelb, Rot-Grün und Schwarz-Weiß).
Wie viele Farben kann der Mensch wahrnehmen?
-Der Mensch kann etwa eine Million verschiedene Farben wahrnehmen. Dies erfordert eine Systematisierung von Farben, da nicht für jede einzelne Farbe eine präzise Beschreibung existiert.
Welche Merkmale sind wichtig, um Farben zu beschreiben?
-Farben können über verschiedene Merkmale beschrieben werden: Farbton, Helligkeit, Buntheit und Temperatur.
Warum können wir uns keine gelblichen Blauen oder rötlichen Grünen vorstellen?
-Nach Hering liegt dies an einem gegenseitigen Ausschluss von bestimmten Farben wie Gelb und Blau oder Rot und Grün. Diese Farben können nicht gleichzeitig im gleichen Farbton existieren, was in der Wahrnehmung zu einer Art Blockade führt.
Was passiert bei einem Nachbildphänomen?
-Das Nachbildphänomen tritt auf, wenn man eine Farbfläche längere Zeit betrachtet und anschließend auf eine neutrale Fläche schaut. Die Gegenfarbe der ursprünglich betrachteten Farbe erscheint für kurze Zeit, was als sukzessiver Kontrast bezeichnet wird.
Wie erklärt Hering das Nachbildphänomen?
-Hering erklärt das Nachbildphänomen damit, dass unser visuelles System ein Gleichgewicht anstrebt. Wenn ein Reiz, wie Rot, wahrgenommen wird, erzeugt das System die Gegenfarbe, Grün, um diesen Reiz auszugleichen.
Wie wird die Gegenfarbtheorie von Hering heute wissenschaftlich unterstützt?
-Seit 1966 wurde Herings Theorie durch neurophysiologische Untersuchungen bestätigt. Die Forschung zeigt, dass es vier grundlegende Farbempfindungen gibt: Rot, Grün, Gelb und Blau, die auf Herings Modell basieren.
Welche Farbmodelle basieren auf der Gegenfarbtheorie von Hering?
-Die Gegenfarbtheorie von Hering bildet die Grundlage für das Natural Color System (NCS) und das Modell des Lab-Farbraums.
Was sind die 'Urfarben' in Herings Theorie?
-Die Urfarben in Herings Theorie sind Blau, Gelb, Rot und Grün. Diese Farben werden als die Grundfarben angesehen, die jeder Mensch aufgrund seiner Wahrnehmung erlebt.
Warum müssen wir keine Farbtheorie auswendig lernen, laut Hering?
-Hering argumentiert, dass jeder Mensch ein natürliches Farbsystem im Kopf hat, basierend auf der eigenen Wahrnehmung. Daher braucht man keine komplizierte Theorie auswendig zu lernen, sondern muss nur passende Begriffe für die eigenen Wahrnehmungen finden.
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