Jazz Theory Explained in 20 Minutes

Jazz Tutorial | Julian Bradley
13 Jul 201919:48

Summary

TLDRDieses Video bietet eine kompakte und verständliche Einführung in die Grundlagen der Jazztheorie. Es behandelt drei zentrale Bereiche: Akkorde, Akkordfolgen und Skalen. Zunächst wird erklärt, wie Jazzakkorde über einfache Dreiklänge hinaus durch Erweiterungen wie Septimen, Nonen, Undezimen und Tredezimen entstehen. Anschließend werden typische Akkordtypen und Voicings vorgestellt. Im zweiten Teil steht die berühmte II-V-I-Verbindung im Fokus, sowohl in Dur als auch in Moll. Abschließend zeigt das Video, wie passende Skalen zu Akkorden gewählt werden, um improvisieren zu können. Ziel ist es, mehr Klarheit und Sicherheit im Umgang mit Jazzharmonik zu vermitteln.

Takeaways

  • 🎹 Jazzakkorde gehen oft über einfache Dreiklänge hinaus und enthalten zusätzliche Töne wie die Septime, None, Undezime und Tredezime.
  • 📚 Akkorderweiterungen im Jazz basieren auf Terzschichtungen, weshalb meist ungerade Zahlen wie 7, 9, 11 und 13 verwendet werden.
  • 🎼 Die drei wichtigsten Septakkorde im Jazz sind Major7, Minor7 und Dominant7.
  • 🧩 Major7-Akkorde entstehen aus der Durtonleiter, Minor7-Akkorde aus der Molltonleiter und Dominant7-Akkorde kombinieren einen Dur-Dreiklang mit kleiner Septime.
  • ✨ Erweiterungen wie 9, 11 und 13 werden immer aus der entsprechenden Durtonleiter vom Grundton des Akkords abgeleitet.
  • 🎨 Erweiterte Akkordtöne können verändert werden, zum Beispiel als b9, #9, #11 oder b13, um spannendere Jazzklänge zu erzeugen.
  • 🎤 Unterschiedliche Voicings ermöglichen viele verschiedene Klangfarben für denselben Akkord, etwa Quart- oder Quintvoicings.
  • 🔄 Die wichtigste Jazzkadenz ist die II-V-I-Verbindung, bestehend aus Minor7-, Dominant7- und Major7-Akkorden.
  • 🎶 In der Tonart C-Dur lautet die klassische II-V-I-Verbindung: Dm7 → G7 → Cmaj7.
  • 🎷 Viele Jazzstandards verwenden verkürzte Varianten der II-V-I-Verbindung, etwa nur II-V oder V-I.
  • 🌑 Die Moll-II-V-I basiert auf der harmonischen Molltonleiter und führt neue Akkordtypen wie halbverminderte Akkorde ein.
  • 🔥 Der halbverminderte Akkord wird auch als Minor7♭5 bezeichnet und spielt eine zentrale Rolle in Mollkadenzfolgen.
  • 🎵 Der Akkord CmMaj7 kombiniert Mollcharakter mit einer großen Septime und erzeugt dadurch einen intensiven Klang.
  • 🎹 Beim Improvisieren ist es entscheidend, dass die verwendete Skala die Akkordtöne des jeweiligen Akkords enthält.
  • 📈 Über Major7-Akkorde eignet sich besonders die lydische Tonleiter, über Minor7 die dorische Tonleiter und über Dominant7 die lydisch-dominante Skala.
  • 🧠 Das Prinzip „Chordal Tone plus Whole Step“ hilft dabei, passende Skalen für Jazzakkorde systematisch abzuleiten.
  • 🎼 Jazztheorie wirkt komplex, basiert aber häufig auf wenigen zentralen Konzepten wie Septakkorden, II-V-I-Verbindungen und modalen Skalen.
  • 📖 Unterschiedliche Akkordsymbole im Jazz können verwirrend sein, weshalb Referenzübersichten für Akkorde sehr hilfreich sind.

Q & A

  • Was ist der Hauptunterschied zwischen Jazzakkorden und Akkorden in vielen anderen Musikstilen?

    -Im Jazz werden Akkorde häufig über die einfache Dreiklang-Struktur hinaus erweitert. Statt nur Grundton, Terz und Quinte zu verwenden, werden zusätzlich Septime, None, Undezime und Tredezime hinzugefügt.

  • Warum bestehen Akkorderweiterungen im Jazz meist aus ungeraden Zahlen wie 7, 9, 11 und 13?

    -Weil Jazzakkorde durch das Stapeln von Terzen aufgebaut werden. Dabei wird immer jeder zweite Ton übersprungen, wodurch ungerade Intervalle entstehen.

  • Welche drei wichtigsten Septakkordtypen kommen im Jazz am häufigsten vor?

    -Die drei häufigsten Typen sind Major-Septakkorde (maj7), Moll-Septakkorde (m7) und Dominant-Septakkorde (7). Laut dem Skript basieren etwa 90 % der Jazzmusik auf diesen Akkordtypen.

  • Wie wird ein Dominant-Septakkord aufgebaut?

    -Ein Dominant-Septakkord besteht aus einem Dur-Dreiklang mit einer kleinen Septime. Beispiel: C-E-G-Bb ergibt C7.

  • Wie findet man die 9, 11 und 13 eines Akkords?

    -Die Erweiterungen werden immer aus der Durtonleiter des Grundtons abgeleitet. Die 9 entspricht der 2, die 11 der 4 und die 13 der 6 der entsprechenden Durtonleiter.

  • Was bedeutet es, wenn Akkorderweiterungen alteriert werden?

    -Alterierte Erweiterungen werden erhöht oder erniedrigt. Beispiele sind b9, #9, #11 oder b13. Man findet zunächst die natürliche Erweiterung und verändert sie anschließend chromatisch.

  • Was versteht man unter einem Voicing im Jazz?

    -Ein Voicing beschreibt die Art und Weise, wie die Töne eines Akkords verteilt oder angeordnet werden. Die gleichen Akkordtöne können unterschiedlich angeordnet werden, um verschiedene Klangfarben zu erzeugen.

  • Was ist eine typische Jazzakkordfolge?

    -Die charakteristischste Jazzakkordfolge ist die II-V-I-Verbindung. Sie besteht aus einem Moll-Septakkord auf der zweiten Stufe, einem Dominant-Septakkord auf der fünften Stufe und einem Major-Septakkord auf der ersten Stufe.

  • Wie sieht eine II-V-I-Verbindung in C-Dur aus?

    -In C-Dur besteht die II-V-I-Verbindung aus Dm7, G7 und Cmaj7.

  • Warum ist die Bassbewegung in der II-V-I-Verbindung so wichtig?

    -Die Basslinie bewegt sich typischerweise von der zweiten Stufe eine Quarte aufwärts zur fünften Stufe und anschließend eine Quinte abwärts zur Tonika. Diese Bewegung erzeugt den typischen Jazzklang.

  • Was ist der Unterschied zwischen einer Dur-II-V-I und einer Moll-II-V-I?

    -Die Dur-II-V-I basiert auf der Durtonleiter, während die Moll-II-V-I auf der harmonischen Molltonleiter aufgebaut wird.

  • Welche besonderen Akkorde entstehen in einer Moll-II-V-I?

    -Es entstehen ein halbverminderter Akkord auf der zweiten Stufe und häufig ein Moll-Major7-Akkord auf der ersten Stufe.

  • Was ist ein halbverminderter Akkord?

    -Ein halbverminderter Akkord besteht aus Grundton, kleiner Terz, verminderter Quinte und kleiner Septime. Er wird oft als m7b5 bezeichnet.

  • Warum verwenden manche Komponisten statt eines Moll-Major7-Akkords einfach einen Moll7-Akkord?

    -Der Moll-Major7-Akkord klingt spannungsreicher und intensiver. Ein normaler Moll7-Akkord wirkt weicher und entspannter.

  • Welche Grundregel gilt bei der Wahl einer Skala über einem Akkord?

    -Die Skala muss die Akkordtöne enthalten, damit sie konsonant klingt. Besonders wichtig sind Grundton, Terz, Quinte und Septime.

  • Was beschreibt das Prinzip „Chordal Tone plus Whole Step“?

    -Dabei beginnt man mit den Akkordtönen und ergänzt Ganztonschritte über Grundton, Terz und Quinte, um eine passende Jazzskala zu erzeugen.

  • Welche Skala empfiehlt das Skript für Major7-Akkorde?

    -Für Major7-Akkorde wird die lydische Skala empfohlen.

  • Welche Skala passt laut Skript gut zu Moll7-Akkorden?

    -Für Moll7-Akkorde eignet sich die dorische Skala.

  • Welche Skala wird über Dominant-Septakkorden vorgeschlagen?

    -Über Dominant-Septakkorden empfiehlt das Skript die lydisch-dominante Skala.

  • Warum sind Akkordsymbole im Jazz oft verwirrend?

    -Weil Jazz viele verschiedene Akkordtypen und Erweiterungen verwendet, darunter Septakkorde, Nonen-, Undezimen- und Tredezimenakkorde mit möglichen Alterationen.

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